Themenwoche Mental Health

Psyche? Hat doch jeder - Lena Kuhlmann

Psyche? - Hat doch jeder

„Ich wäre auch gerne Therapeutin. Bequem im Sessel sitzen, nicken und nett lächeln, zwischendurch ein paar Kritzeleien in mein Notizheft machen und gelegentlich ein tiefsinniges „Mhm“ von mir geben. Und mit meiner psychischen Vorerkrankung passe ich perfekt in das Berufsbild – schließlich haben die Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen doch selbst alle nen Knacks weg. Oder?“

“Psyche? Hat doch jeder!” von Lena Kuhlmann ist ein unterhaltsames Sachbuch zum Thema Psyche und Psychologie, das auf locker leichte Art Einblicke in die Arbeit einer Psychotherapeutin vermittelt. Kuhlmann widmet sich Tabu-Themen und räumt mit Vorurteilen auf, ohne langweilig oder trocken zu werden. 

Das Buch beschäftigt sich mit den häufigsten Erkrankungen – Depressionen, Panikattacken, Essstörungen, psychische Erkrankungen sind uns allen längst ein Begriff sind – und macht mit ihren Lesern einen imaginären Spaziergang durch eine Psychiatrie. 

Scharfsinnig, charmant und emphatisch – sehr interessant zu lesen, weil Kuhlmann offen über die Psyche spricht. 

Achtsamkeit in drei Atemzügen - Doris Iding

Achtsamkeit in drei Atemzügen

Ich persönlich finde es oft sehr schwierig im stressigen, arbeitsreichen Alltag richtig zu entspannen und ich glaube das geht immer mehr Menschen so. Deshalb hat mein Freund mir dieses Buch mit Entspannungs- und Atemübungen geschenkt. Die Meditationen sind nicht zu esoterisch, dauern meist nur ein paar Minuten und eignen sich wunderbar für Ruhelose und Gestresste, um im Alltag einmal tief durchzuatmen. Oft unterschätze ich, wie gut das tut und wie entspannend ein ruhiger, tiefer Atemzug sein kann. Man plant die Zukunft oder reflektiere die Vergangenheit, da fällt es oft schwer im Jetzt und hier zu sein.

 

„Nichts vermittelt dem Nervensystem ein so klares Signal zur Entspannung wie eine tiefe Ausatmung in Verbindung mit einer bewussten Einatmung.“ 

Für Anfänger auf dem Gebiet der Achtsamkeit ist das Buch super geeignet, um sich ein bisschen auszuprobieren und im gegenwärtigen Moment anzukommen. Wer allerdings schon vertraut ist mit dem Thema wird nicht mehr soo viel daraus mitnehmen können.

Notes on a nervous planet - Matt Haig

Deutsche Buchübersetzung: „Mach mal halblang. Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten“ 

In einer Welt, in der alles effizienter, effektiver, schneller, besser, höher hinaus gehen soll, in der wir ständig online mit anderen vernetzt sind und von Infos reizüberflutet werden, nehmen das Gefühl von Druck und Erwartungen für viele Menschen zu. Die Angst etwas zu verpassen, mehr sein zu müssen, mehr können zu müssen, dabei verliert man schnell aus den Augen, was wirklich wichtig ist. Warmherzig und nachdenklich schreibt Matt Haig über die Kernfragen des Lebens und des Menschseins. Am Puls der Zeit erfasst der britische Bestseller-Autor die Probleme der heutigen Gesellschaft und schafft ein Buch, das aus der Seele spricht. 

Notes on a nervous planet

“We often find ourselves wishing for more hours in the day, but that wouldn’t help anything. The problem, clearly, isn’t that we have a shortage of time. It’s more that we have an overload of everything else.” 

Secrets for the mad: obsessions, confessions and life lessons - Dodie

„When I’m eighty years old, and alone in my chair, will I look back at safety, and be glad I didn´t care? – NO! I can hear her screaming: Love, break and learn! What else are you young for? FUCK IT! Hurt whilst you can!“ 

Secrets for the mad: obsessions, confessions and life lessons

Verfasst von der britischen Musikerin und Vloggerin Dodie Clark, enthält dieses Buch persönliche Geschichten, Songtexte, Erfahrungen und Fotos. Dodie schreibt über Ängste, Kummer, Unzufriedenheit mit sich selbst und dem Gefühl, den Kopf niemals ausschalten zu können. In dem Buch hat sie zusammengetragen, welche Erkenntnisse und Lebensweisheiten ihr dabei geholfen haben, durch schwierige Zeit zu gehen und nicht aufzugeben. Denn auch wenn es sich manchmal so anfühlt, als ginge die Welt unter – meistens bewahrheiten die größten Ängste nicht. 

Ein Buch, das aus der Seele geschrieben und für die Seele gemacht ist.

Das Kind in dir muss Heimat finden - Stefanie Stahl

Wahrscheinlich habt ihr es alle schon in zig Buchhandlungen stehen sehen, vielleicht habt ihr es sogar gelesen. Ziemlich gehyped, aber ich finde zurecht. Mit der Hilfe dieses Buch lernt man sich selber besser kennen, begibt sich auf die Spuren der eigenen Kindheit, ermittelt persönliche Glaubenssätze und lernt Schatten- und Sonnenseite in sich kennen. Mir hat es sehr geholfen zu verstehen, warum ich in bestimmten Situationen bestimmte Emotionen spüre und warum in wie reagiere. „Glückliche Beziehungen durch Urvertrauen“ klingt auf das erste Lesen vielleicht etwas kitschig, ist es aber nicht. Ich denke, wenn man sich selber besser verstehen lernt, kann das vieles auch auf zwischenmenschlicher Ebene erleichtern. 

Das Kind in dir muss Heimat finden

„Jeder Mensch braucht einen Ort, an dem er sich geborgen, sicher und willkommen fühlt. Jeder Mensch sehnt sich nach einem Ort, an dem er sich entspannen kann und wo er ganz er selbst sein darf.“

Reasons to stay alive - Matt Haig

“Wherever you are, at any moment, try and find something beautiful. A face, a line out of a poem, the clouds out of a window, some graffiti, a wind farm. Beauty cleans the mind.”

Reasons to stay alive

Und weil er einfach der König der Mental-Health Buchautoren ist: noch eins von Matt Haig. Mit 24 Jahren erkrankte er an einer schweren Depression. Wie er es geschafft hat, zurück ins Leben zu finden, schreibt er in diesem lebensbejahenden Buch.

»Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.« – Haig 

Deutsche Buchübersetzung: „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“