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Goldene Flammen

Goldene Flammen Grisha Band 1
Goldene Flammen

4/5 ⭐⭐⭐⭐

Handlung:

Das Land Ravca wird seit hunderten von Jahren durch die Schattenflur getrennt, einer Mauer aus Finsternis. Sie wird von dunklen Schattengestalten bevölkert und das Durchqueren hat schon viele Menschen und Grisha das Leben gekostet. Die Kartografin Alina und ihr Freund Mal werden mit einem Trupp auf eine Mission durch die Schattenflur geschickt. Bei einem Angriff rettet Alina Mal auf unerklärliche Weise das Leben. Von nun an ist ihr Leben als Sonnenkriegerin im Trainingslager der Grisha alles andere als unspektakulär.

Goldene Flammen Grisha Band 1
Goldene Flammen Grisha Band 1
Figuren:

Alina war mir als Protagonistin von Anfang an sympathisch. Sie ist authentisch, manchmal etwas verunsichert, anfangs wenig selbstbewusst und immer liebenswert. Als Leser*in lernt man sie verstehen, da man im Laufe des Buches mehr über ihre Vergangenheit und ihre Kindheit erfährt. Auch als sich ihre Sonnenkrieger-Kräfte offenbaren, bleibt sie bodenständig und bescheiden, wenngleich sie sich zu einer starken Persönlichkeit weiterentwickelt. 

Schon lange ist sie in Mal verliebt, einen hervorragenden Fährtenleser und gut aussehenden Frauenschwarm. Die beiden sind gemeinsam aufgewachsen und Alina hat ihn einst als kleinen, pummeligen Jungen kennengelernt. Mal ist charismatisch, hat immer einen passenden Spruch auf dem Lippen und seine Sticheleien mit Alina mochte ich sehr. 

Der Dunkle ist Alinas Mentor im Trainingslager der Grischa und soll ihr helfen, ihre Kräfte zu stärken und zu kontrollieren. Doch schon bald hat er andere, ganz eigene Pläne mit ihr. Er ist das perfekte Beispiel für den Bösewicht, der sich als Held in seiner eigenen Geschichte betrachtet. Dass „der Dunkle“ schwer greifbar, schwierig einschätzbar und mysteriös ist, wurde schriftstellerisch hervorragend umgesetzt. 

„Was ist unendlich? Das Universum und dir Gier des Menschen.“

Rezension: 

Die Atmosphäre von “Goldene Flammen” basiert auf russischen Mythen und Legenden. In das Grishaverse einzutauchen war leicht und auch den Einsteig zu verstehen war nicht kompliziert, was nicht bei jedem Fantasybuch so spielend gelingt. Als Leser*in erlebt man alles aus Alinas Perspektive und weil sie anfangs genauso ahnungslos ist was die Welt der Grisha betrifft, lernt man diese Welt gemeinsam mit ihr neu kennen. 

Bardugos Schreibstil liest sich flüssig und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Nach zwei Tagen hatte ich „Goldene Flammen“ bereits durchgelesen. Meisterhafte Plott Twists haben dafür gesorgt, dass es nie langweilig wurde und die Spannung bis zur letzten Seite angehalten hat. 

Dennoch hat mir an dem Buch etwas an Tiefgang gefehlt. Teilweise wird an der Oberfläche gekratzt und es wäre interessanter gewesen, stärker ins Detail zu gehen und das Geschriebene auf eine tiefere Ebene zu bringen. Außerdem waren einige Klischees enthalten, die es meiner Ansicht nach nicht gebraucht hätte: Dass die unauffällige, nicht besonders hübsche junge Frau besonders mächtige Kräfte in sich entdeckt, nur um ein Beispiel zu nennen. 

Insgesamt handelt es sich bei “Goldene Flammen” um ein nicht besonders anspruchsvolles, aber dafür um so unterhaltsameres, leichtes Lesevergnügen. Alles in allem hat es mir gut gefallen und ich möchte nun auch die beiden Folgebände lesen und mir die Netflix-Serie zu der Trilogie ansehen. 

Allen Fantasy-Liebhabern unter euch kann ich die Reihe auf jeden Fall ans Herz legen. 

  • Gattung: Fantasy-Roman
  • Autorin: Leigh Bardugo
  • Verlag: Knaur
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • 352 Seiten
 
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