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Das Lied der Krähen

Das Lied der Krähen
Das Lied der Krähen

Heute habe ich etwas ganz Besonderes für euch: einen Gastbeitrag von der lieben Tina vom Blog Bücherbaronin. Wir haben zeitgleich den Fantasy-Bestseller “Das Lied der Krähen” von Leigh Bardugo gelesen und uns darüber ausgetauscht. Bei der folgenden Rezension handelt es sich um Tinas Meinung zu dem Buch.  Wenn ihr auch gerne noch meine Rezension lesen möchtet, schaut doch gerne auch bei der Bücherbaronin vorbei. Zunächst aber erstmal ganz viel Spaß beim Lesen ihrer Rezension.

7/10 ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐

Nach der erfolgreichen Trilogie „Legenden der Grisha“, die vor Kurzem sogar für Netflix verfilmt wurde, ließ Leigh Bardugo auch mit ihrer folgenden Dilogie „Glory or Grave“ aufhorchen. Der erste Band „Das Lied der Krähen“ erschien 2015 in den USA und zwei Jahre später auch bei uns in Deutschland. Die Dilogie stand schon eine ganze Weile auf meiner To-Do-Liste, aber erst Annes wunderbare Idee, den ersten Roman gemeinsam zu lesen und Gastrezensionen zu verfassen, hat mich motiviert, mich endlich ins Vergnügen zu stürzen.

Ein unglaublicher Coup

Kaz Brekker ist ein Kind des Barrel. Er gehört zu einer Bande von Dieben und Gaunern in Ketterdam – und er ist trotz seiner 17 Jahre bereits ein kleines verbrecherisches Genie. Für jedes Problem findet er eine Lösung, für jede Herausforderung hat er den passenden Plan. Und genau diese Fähigkeit braucht er jetzt dringender denn je.

Denn ein wahnwitziger Auftrag wird ihn und seine „Krähen“, also seine Leute, an ihr Limit bringen: Sie sollen einen Magier aus dem sichersten Gefängnis der Welt befreien. Die Belohnung wird großzügig ausfallen, aber ist sie die Gefahr wert?

Kaz stellt sein Team zusammen: Inej, das „Phantom“, eine Spionin und Diebin. Jesper, ein Glücksspieler und Scharfschütze. Nina, eine Grisha, also eine Magierin. Matthias, ein starker Kämpfer mit viel hilfreichem Wissen zum Gefängnis. Und Wylan, ein Ausreißer aus gutem Hause.

Gemeinsam setzen sie Kaz’ halsbrecherischen Plan, in das Gefängnis einzubrechen und den Magier herauszuholen, in die Tat um. Aber sie müssen alle an einem Strang ziehen und ihr Bestes geben, um in diesem Coup nicht ihr Leben zu lassen. Aber werden die Spannungen zwischen den Teammitgliedern ihre Mission zum Scheitern bringen?

Fantastisches Grishaverse

Das war also meine erste Erfahrung mit dem „Grishaverse“, wie das von Bardugo erdachte Universum bei den Fans heißt. Und was soll ich sagen, es war ein sehr vielversprechender Anfang. Das Magiesystem ist gut durchdacht und interessant, die verschiedenen Nationen haben ihre eigenen Werte- und Kultursysteme. Das ist alles in sich stimmig und passt gut.

Dass mir vielleicht einige wichtige Infos fehlen, merke ich zwar – all die Namen, Grisha-Fähigkeiten, Orte und so weiter sind auf den ersten Seiten noch ziemlich verwirrend –, aber je weiter man liest, desto besser findet man sich auch im Grishaverse zurecht.

Es ist eine ereignisreiche, eine aufregende Geschichte, die Leigh Bardugo erzählt. Eine Gruppe von Außenseitern, jeder mit seinen ganz eigenen Fähigkeiten, Problemen und Wünschen, begibt sich auf eine schier aussichtslose Mission. Das ist spannend erzählt, ständig passiert etwas. Hier eine überraschende Wendung, da ein genialer Einfall zur rechten Zeit. Dabei werden die Kapitel abwechselnd aus der Perspektive eines der Teammitglieder erzählt, so dass man jeden nach und nach besser kennenlernt.

Was mich dabei ein bisschen gestört hat, war das Alter der Protagonisten. Vielleicht gehöre ich da einfach nicht mehr zur Zielgruppe, aber eine Bande von 17-Jährigen, die so erfahren, clever und geschickt agieren, war für mich einfach nicht so glaubwürdig. Vor allem Kaz, den ich als Charakter liebgewonnen habe, war wie der Professor in „Haus des Geldes“ – immer einen Schritt voraus, immer mit einem schlauen Plan in der Hinterhand. Das mochte ich an ihm, gleichzeitig empfand ich es aber auch als unglaubwürdig in Anbetracht seiner jungen Jahre. Mein persönlicher Liebling war eindeutig Inej, die für mich der authentischste und glaubhafteste Charakter war.

Leider haben sich überraschend viele Fehler ins Buch geschlichen. Versteht mich nicht falsch, es gibt kein Buch ohne Fehler. Hier waren es nur ein paar zu viel. Da wurde aus dem Namen Kuwei „Kuweit“, die Ortsnamen im Buch passten nicht zu denen auf der Karte (im Buch heißt es Ravka, auf der Karte Rawka), in einem Gespräch taucht plötzlich die Anrede „Sie“ auf, obwohl die ganze Zeit das in der Fantasy übliche „Ihr“ benutzt wird …

Dafür habe ich selten eine schönere Aufmachung gesehen. Das Cover ist total stimmungsvoll, das Buch hat einen schwarzen Anschnitt und die beiden Karten sehen ebenfalls klasse aus. So wünscht man sich als Fantasyleser ein Buch und hebt „Das Lied der Krähen“ von anderen Romanen des Genres ab.

 

Spannend, actionreich, sympathisch

Eine spannende, actionreiche Story und sympathische Charaktere sorgen für unterhaltsames Lesevergnügen. Ich hatte jedenfalls viel Spaß mit „Das Lied der Krähen“ und freue mich jetzt schon auf den zweiten Band, „Das Gold der Krähen“. Zu viele unnötige Fehlerchen und die Glaubwürdigkeit der noch sehr jungen Figuren haben einer höheren Bewertung im Weg gestanden.

  • Deutscher Titel: Das Lied der Krähen
  • Reihe: Glory or Grave – Band 1
  • Originaltitel: Six of Crows
  • Autor: Leigh Bardugo
  • Verlag: Knaur
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Seitenzahl: 581
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