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Crescent City – S. J. Maas

Crescent City - Wenn das Dunkel erwacht
Crescent City - Wenn das Dunkel erwacht

5/5 ⭐⭐⭐⭐⭐ 

Handlung:

Bryce und Danika sind beste Freundinnen und unzertrennlich, bis Danika von einem Dämon gewaltsam ermordet wird und für Bryce eine Welt zusammenbricht. Zwei Jahre später passieren erneut Morde wie der an Danika und Bryce ist gezwungen, sich der Suche nach Danikas Mörder anzuschließen. Gemeinsam mit dem Engel Hunt Athalar, einem berüchtigten Auftragskiller, soll sie an den Ermittlungen arbeiten. Ihre Suche nach dem Dämon führt sie in die Unterwelten von Crescent City, in der bösartige Mächte zum Vorschein kommen, die die gesamte Stadt zerstören könnten. 

Figuren:

Bryce Quinlan ist eine Halb-Fae, zur anderen Hälfte ist sie Mensch. Sie hat langes, rotes Haar, bernsteinfarbene Augen und eine Figur die dafür sorgt, dass sich die Männer nach ihr umdrehen. Oft wird sie unterschätzt und für eine verwöhnte Party-Tussi gehalten, aber ihr ist egal, was die Leute von ihr denken. In ihr steckt eine intelligente und selbstlose junge Frau, die alles für die Menschen tun würde, die sie liebt. Sie ist eine starke und manchmal etwas sture Persönlichkeit mit sarkastischem Humor, die tagsüber für eine Magierin mehr oder weniger legale Artefakte vertreibt. 

Danika Fendyr war Bryces beste Freundin, Gestaltwandlerin und Alpha ihres Wolfsrudels.  Bis zu ihrem Tod hat sie es geliebt, mit Bryce zusammen die Clubs und Bars von Crescent City unsicher zu machen und wilde Partys zu feiern.

Hunt Athalar, Engel und Anti-Held, begleicht bei dem Erzengel Micah durch Auftragsmorde eine vergangene Schuld. Bis er den Auftrag erhält, gemeinsam mit Bryce den mörderischen Dämon ausfindig zu machen, der Danika das Leben nahm. Seine Gefühle für Bryce versucht er für die Ermittlungen beiseite zu schieben, was ihm aber nicht immer ganz gelingt. 

Was mich an den Hauptfiguren ein wenig gestört hat, ist eine recht stereotypische Darstellungsweise: Sie sind taff, äußerlich perfekt, Hunt ist muskulös und Bryce aufreizend. Dennoch wurde ihnen eine emotionale Tiefe verliehen, indem ihre Gefühls-und Gedankenwelten offengelegt wurden. Das wiederum hat mir sehr gut gefallen und hat für mich die Stereotypisierung ein Stück weit wett gemacht. 

"Es ist einfacher für mich … wenn die Leute das Schlimmste von mir annehmen. So kann ich sehen, wie sie wirklich sind."
Rezension: 

Zugegeben, in die Geschichte reinzufinden war anfangs nicht so einfach. Man wird mehr oder weniger blind in diese Fantasywelt mit seinen vielen Wesen geworfen, die mich zu Beginn ziemlich verwirrt hat. Zwischen allen vorgestellten Charakteren, Fantasywesen und Unterwelten musste ich mich erst einmal zurecht finden. Aber sobald man einen Überblick gewonnen hat und sich das Mosaik aus Informationen zusammenfügt, nimmt das Buch rasant an Spannung zu. 

Spannung und eine Achterbahn der Gefühle

Die Freundschaftsgeschichte von Danika und Bryce hat mich emotional mitgenommen und bei der Suche nach dem Mörder habe ich sehr mit Bryce mitgefiebert. Dabei haben mich immer wieder aufs Neue Plot Twists überrascht, mit denen ich nie gerechnet hätte. Gefährliche Mit- und Gegenspieler, bei denen bei so ganz klar war, zu welcher Kategorie sie nun gehören, treue Freunde und unerwartete Hilfeleistungen aus „der Hölle“ – sie haben dem Buch Spannung und Nervenkitzel verliehen. Oftmals wollte ich einfach nur noch schneller weiterlesen, wissen was als nächstes passiert – und habe dabei alles um mich herum vergessen. Es war eine Achterbahn der Gefühle, von erheitert zu schockiert bis tieftraurig. Bis sich die gesamte Spannung der Geschichte in einem epischen Höhepunkt entlädt. 

Ich war begeistert von dem Einfallsreichtum, beeindruckt von der Kreativität der Autorin. Sie muss sich diese wahnsinnig komplexe Fantasiewelt mit viel Liebe zum Detail in ihrem Kopf ausgemalt haben. Dabei hat sie alles in allem eine Mischung aus Spannung, Kriminologie, Emotionen, Leidenschaft und Humor geschaffen, die mich in vielerlei Hinsicht sprachlos zurückgelassen hat. Ein Cliffhanger zum Schluss macht neugierig auf Teil 2, der im kommenden Jahr erscheinen soll und den ich unbedingt lesen möchte. 

Fazit

Über die kleineren Kritikpunkte kann ich hinwegsehen, weil mich der Rest der Geschichte und insbesondere die letzten 200 Seiten dermaßen umgehauen haben, dass mir das Buch noch Tage hinterher nachging.

Meiner Meinung nach ist es ein Must-Read für alle Fantasy-Liebhaber und für mich eines der Lesehighlights des Jahres. Alleine die innenliegenden Illustrationen und eine Karte von Crescent City sind schon kleine Kunstwerke für sich. 

5 von 5 Sterne!

  • Gattung: Fantasy
  • Autorin: Sarah J. Maas
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • 928 Seiten
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